Rückmeldungen, die Ihr Kind weiterbringen

Bewerten Sie den Lösungsweg, nicht den Wert Ihres Kindes

Stellen Sie sich vor, Ihr Kind hat eine schlechte Note mit nach Hause gebracht. Der Satz „Du bist einfach faul“ beurteilt seine Persönlichkeit und sagt ihm nicht, was es anders machen kann. Aber auch das andere Extrem, automatisch „Du bist ein Genie“ zu sagen, erklärt nicht, was wirklich gut funktioniert hat. Eine hilfreiche Rückmeldung bezieht sich auf einen beobachtbaren Lösungsweg.

Sie könnten sagen: „Ich sehe, dass du die ersten Aufgaben richtig gelöst hast und bei den Textaufgaben die Aufgabenstellung übersprungen hast. Was könnte dir beim nächsten Mal helfen?“ So verbindet der Satz eine konkrete Beobachtung mit der Möglichkeit, etwas zu verändern. Hat Ihr Kind gute Arbeit geleistet, benennen Sie genau, was es getan hat: „Du hast das Ergebnis auf zwei Arten überprüft.“

Ein Fehler ist eine Information, kein Etikett. Das bedeutet nicht, dass man jede Folge eines Fehlers beseitigen sollte. Hat Ihr Kind eine Aufgabe vergessen, kann es angemessen an der Lösung des Problems mitwirken. Wichtig ist, dass es weiß, was der nächste Schritt ist.

In einem emotional angespannten Moment ist Ihr Kind möglicherweise nicht bereit, seine Leistung zu besprechen. Beruhigen Sie sich erst und kommen Sie dann auf das konkrete Verhalten zurück. Bei wiederkehrenden Problemen sollten Sie auch die Rahmenbedingungen prüfen: eine unklare Aufgabenstellung, Müdigkeit, Zeitmangel oder eine zu große Herausforderung.

Für den Alltag: Ersetzen Sie eine allgemeine Bewertung durch drei Dinge: Was haben Sie beobachtet, welches Ergebnis hatte es und was könnte man beim nächsten Mal ausprobieren? Achten Sie darauf, ob Ihr Kind seinen nächsten Schritt benennen kann.

Ihr Kind hat einen Teil eines Projekts vermasselt. Welche Aussage ist die beste Rückmeldung?

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