Wenn Ihr Kind in der Gruppe keinen Anschluss findet

Unterscheiden Sie zwischen einer unangenehmen Situation und wiederholtem Ausgrenzen

Ihr Kind erzählt, dass die anderen es nicht mitspielen lassen wollten. Das zu hören kann für Eltern schmerzhaft sein. Gleichzeitig wissen wir nach einer einzelnen Aussage noch nicht, ob es ein Missverständnis, eine einmalige Zurückweisung oder wiederholtes Ausgrenzen war. Zuerst sollten Sie in Ruhe nach den Umständen fragen.

Fragen Sie konkret: „Wer war dabei? Was haben die anderen gesagt? Passiert das öfter? Wie hast du reagiert?“ Stellen Sie die Gefühle Ihres Kindes nicht infrage, aber unterstellen Sie den anderen Kindern nicht ohne Belege böse Absichten. Sie müssen zwischen beobachteten Ereignissen und Vermutungen unterscheiden.

War es eine einmalige Situation, können Sie einen einfachen Satz einüben: „Kann ich beim nächsten Spiel mitmachen?“ oder „Mit wem könnte ich etwas anderes spielen?“ Ihr Kind muss nicht allen gefallen. Es darf nach einem Umfeld suchen, in dem es sich angenommen fühlt.

Warten Sie bei wiederholter Demütigung, Drohungen oder Sorgen um die Sicherheit nicht darauf, dass Ihr Kind das allein löst. Halten Sie konkrete Vorfälle fest, wenden Sie sich an die Schule oder eine verantwortliche erwachsene Person und vereinbaren Sie, wie es weitergeht. Ist Ihr Kind stark belastet, holen Sie sich passende fachliche Unterstützung.

Wenn Ihr Kind nicht sofort darüber sprechen möchte, bieten Sie einen späteren Zeitpunkt an. Machen Sie gleichzeitig klar, dass Sie bei einer Gefährdung der Sicherheit unverzüglich handeln.

Für den Alltag: Überlegen Sie sich drei Fragen, mit denen Sie zunächst die Fakten klären können, statt sofort einen Rat zu geben. Wählen Sie danach gemeinsam mit Ihrem Kind einen kleinen, sicheren Schritt, der ihm mehr Möglichkeiten eröffnet.

Ihr Kind sagt, dass die Mitschüler es nie dabeihaben wollen. Was sollten Sie zuerst tun?

Kinder begleiten – mit Vertrauen, klaren Grenzen und Respekt

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