Wenn einige nonverbale Signale fehlen

Ergänzen Sie in Textnachrichten, was ein persönliches Gespräch ganz natürlich vermittelt

In Nachrichten sehen Sie die Körperhaltung nicht und hören oft auch den Tonfall nicht. Ein kurzer Satz oder eine längere Pause kann deshalb schärfer wirken, als die schreibende Person es beabsichtigt hat. Eine verspätete Antwort kann mit Arbeitszeiten, Verfügbarkeit, Benachrichtigungen oder der Notwendigkeit zusammenhängen, etwas zu prüfen. Für sich allein beweist sie weder Ignorieren noch Unzufriedenheit.

Wenn ein Termin wichtig ist, nennen Sie ihn ausdrücklich: „Ich brauche die Bestätigung bis Mittwoch um 14.00 Uhr. Wenn Sie das bis dahin nicht prüfen können, geben Sie mir bitte Bescheid.“ Bei einem sensibleren Thema können Sie ein Telefonat oder ein persönliches Gespräch vorschlagen, wenn es für beide passt.

Nach einer Videokonferenz können Sie den nächsten Schritt kurz zusammenfassen: Wer erledigt was und bis wann? Wenn jemand die Kamera ausgeschaltet hat, schließen Sie daraus nicht auf mangelndes Interesse. Die Kamera ist vielleicht nicht verfügbar oder die Person fühlt sich damit nicht wohl. Den Inhalt des Gesprächs können Sie auch anders klären.

Wenn Ihre Nachricht unklar war, korrigieren Sie sie, ohne Vorwürfe zu machen: „Mein letzter Satz war knapp formuliert. Ich meinte, dass ich den Termin noch prüfe. Ich melde mich morgen Vormittag.“ Klarheit lässt weniger Raum für Vermutungen.

Ein Kunde hat seit zwei Stunden nicht auf Ihre Nachricht geantwortet. Sie brauchen aber noch heute eine Terminbestätigung. Was schreiben Sie?

Nonverbale Wirkung: wahrnehmen, überprüfen, reagieren

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