Wenn Worte und Auftreten nicht zusammenzupassen scheinen

Nehmen Sie einen Unterschied wahr, aber verwenden Sie ihn nicht als Vorwurf

Manchmal passen Worte und andere Signale scheinbar nicht zusammen: Jemand sagt, der Termin sei in Ordnung, schweigt dann aber lange; jemand sagt „Alles gut“, doch das Gespräch wird plötzlich kürzer. Eine solche Abweichung kann eine wichtige Veränderung im Gespräch sein. Sie sagt jedoch für sich allein nicht aus, ob es um Ablehnung, Müdigkeit, Nachdenken oder etwas anderes geht.

Eine passende Reaktion nennt den Grund für Ihre Nachfrage und lässt Raum für eine Klarstellung: „Du sagst, der Termin kann so bleiben. Gleichzeitig sind wir bei dem Thema ins Stocken geraten. Gibt es noch ein Hindernis, das du prüfen möchtest?“ So bezeichnen Sie die andere Person nicht als unaufrichtig und versuchen nicht, ihr eine Antwort vorzugeben.

Wenn es um eine wichtige Verpflichtung geht, bestätigen Sie diese auch mündlich oder schriftlich. Klären Sie gemeinsam Umfang, Termin und Zuständigkeit. Nonverbales Verhalten ersetzt keine Vereinbarung darüber, was geschehen soll.

Wenn die andere Person sagt, dass alles passt, können Sie die Antwort annehmen und den nächsten praktischen Schritt vereinbaren. Sie müssen die Gesten nicht weiter untersuchen. Ziel ist es, eine konkrete Unklarheit auszuräumen – nicht zu beweisen, dass Ihre erste Vermutung richtig war.

Eine Kollegin sagt, dass sie eine neue Aufgabe schafft, schweigt aber, als Sie nach dem Termin fragen. Wie reagieren Sie?

Nonverbale Wirkung: wahrnehmen, überprüfen, reagieren

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