Wann Sie ein Gespräch unterbrechen und wie Sie es wieder aufnehmen
Eine Unterbrechung sollte einen klaren Zweck haben
Bei einem Gespräch über die Ausgaben der Familie fallen Sie sich gegenseitig ins Wort. Sie reagieren nicht mehr auf den letzten Satz, sondern überlegen sich schon den nächsten Vorwurf. Versuchen Sie in diesem Moment, Ihre Antwort zu verlangsamen und den Gesprächsverlauf zu benennen: „Wir reden gerade durcheinander und kommen die einzelnen Ausgaben nicht durch.“ Beschreiben Sie die Situation. Die Aufforderung „Beruhig dich“ sagt für sich genommen nicht, wie es weitergehen soll.
Wenn kein sachliches Gespräch möglich ist, schlagen Sie eine Pause mit vereinbarter Fortsetzung vor: „Ich brauche kurz eine Pause. Lass uns heute um sieben mit dem Budget für diesen Monat weitermachen.“ Der Zeitpunkt richtet sich nach den Umständen und ist keine allgemeingültige Frist, um sich zu beruhigen. Fragen Sie nach, ob er für die andere Person passt. Ohne vereinbarte Fortsetzung könnte das wichtige Problem ungelöst bleiben.
Klären Sie während der Pause für sich ein Anliegen und die Fakten, auf die Sie zurückkommen möchten. Schicken Sie in der Zwischenzeit keine weiteren angreifenden Nachrichten. Benennen Sie nach der Rückkehr kurz das Ziel und beginnen Sie mit einem konkreten Posten. Wenn Sie die andere Person beleidigt haben, erkennen Sie das direkt an. Eine Pause macht bereits gesagte Worte nicht ungeschehen.
Der Leitfaden von Acas zu schwierigen Gesprächen empfiehlt, eine Pause zum Nachdenken oder zum Einholen von Informationen einzuplanen. Das ist eine praktische Orientierung für Gespräche am Arbeitsplatz, kein Beleg dafür, dass eine Pause jeden Streit löst. Bei einer dringenden Angelegenheit vereinbaren Sie zumindest ein vorläufiges sicheres Vorgehen. Wenn Drohungen im Spiel sind oder Sie um Ihre Sicherheit besorgt sind, hat es Vorrang, sich in Sicherheit zu bringen. Sie müssen nicht versprechen, das Gespräch allein fortzusetzen.