Nach einem Misserfolg oder einer schwierigen Zeit wieder zu Kräften kommen
Planen Sie den Wiedereinstieg nach Ihrer aktuellen Kapazität
Martin hat ein anspruchsvolles Projekt abgeschlossen, das trotz seiner Bemühungen nicht das erwartete Ergebnis gebracht hat. Am liebsten würde er sich mit einem weiteren großen Auftrag sofort beweisen. Bevor er sich entscheidet, sollte er jedoch prüfen, ob das neue Angebot zu seinen Möglichkeiten passt oder vor allem dazu dienen soll, die Enttäuschung zu überdecken. Eine wichtige Gelegenheit muss nicht automatisch mit dem bisherigen Umfang und Tempo verbunden sein.
Die WHO empfiehlt zum Umgang mit Stress, auf Schlaf, einen regelmäßigen Tagesablauf, Bewegung und den Kontakt zu anderen zu achten. Dabei handelt es sich um allgemeine Empfehlungen, nicht um ein Versprechen, dass diese Gewohnheiten jedes Problem beseitigen. Wie sie im Alltag umgesetzt werden können, hängt vom Gesundheitszustand, den Verpflichtungen und den verfügbaren Bedingungen ab.
Martin kann zunächst Zeit für Erholung schützen und eine machbare Arbeitsaufgabe auswählen. Bei der Auswertung des Projekts unterscheidet er, was er beeinflussen konnte und was von äußeren Umständen abhing. Für den nächsten Auftrag nimmt er sich eine konkrete Änderung vor, etwa früher zu prüfen, ob der Auftrag klar formuliert ist. Aus einem einzelnen Misserfolg muss er kein Gesamturteil über seine beruflichen Fähigkeiten ableiten.
Für die Erholung gibt es keinen einheitlichen Zeitplan. Der Vergleich mit jemandem, der nach einem ähnlichen Ereignis schnell wieder gearbeitet hat, sagt wenig über Ihre Bedingungen aus. Auch muss eine unangenehme Erfahrung nicht zu einer großen Lebenslektion führen. Es reicht, auf angemessenes Funktionieren und verfügbare Unterstützung hinzuarbeiten. Wenn Sie nicht wieder zu Kräften kommen oder sich die Beschwerden verschlimmern, sollten Sie den Plan überdenken und Hilfe suchen, statt sich noch mehr aufzubürden. Sie können den Wiedereinstieg je nach tatsächlicher Entwicklung anpassen.