Im Gespräch Raum geben und neue Kontakte knüpfen
Interesse zeigt sich auch darin, woran Sie anknüpfen
Bei einem Treffen von Unternehmerinnen und Unternehmern erzählt jemand, dass er die Zusammenarbeit mit seinen Kunden verändert. Statt ausführlich von Ihrem eigenen Unternehmen zu berichten, können Sie anknüpfen: „Was hat dich zu dieser Veränderung veranlasst?“ Gehen Sie anschließend kurz auf eine passende eigene Erfahrung ein und lassen Sie Raum für die Fortsetzung. So kann ein gemeinsames Thema entstehen, ohne sofort nach einer geschäftlichen Gelegenheit suchen zu müssen.
Achten Sie darauf, ob sich Fragen, Antworten und eigene Beiträge abwechseln. Eine Reihe persönlicher Fragen, ohne selbst etwas beizutragen, kann wie ein Verhör wirken. Ein langer Monolog lässt Ihrem Gegenüber dagegen keine Gelegenheit, das Thema mitzugestalten. Sie müssen nicht genau abmessen, wie viel Zeit jede Person spricht. Wichtig ist, dass beide zu Wort kommen können und Sie an das anknüpfen, was tatsächlich gesagt wurde.
Schaffen Sie in einer Gruppe auch für zurückhaltendere Menschen die Möglichkeit, sich einzubringen. Wenn Sie eine Diskussion leiten, können Sie wiederholtes Unterbrechen unterbinden und Raum anbieten: „Zuzana, möchtest du deine Sicht jetzt oder nach dem Treffen ergänzen?“ Die Einladung darf keinen Druck ausüben, persönliche Dinge zu erzählen. Aus dem Schweigen allein lässt sich nicht erkennen, ob jemand zustimmt, nachdenkt oder eine andere Möglichkeit braucht, sich einzubringen.
Beenden Sie einen neuen Kontakt passend zum Gesprächsverlauf. Wenn Sie Unterlagen schicken möchten, fragen Sie, ob Interesse besteht und auf welchem Weg sie am besten übermittelt werden. Versprechen Sie nicht aus Höflichkeit eine Zusammenarbeit. Auch ein kurzes Dankeschön und ein Gesprächsabschluss sind völlig in Ordnung. Bleiben Sie nur dann in Kontakt, wenn beiderseits Interesse besteht, und respektieren Sie es, wenn die andere Person nicht weitermachen möchte.