Prüfen, ob Sie einander verstehen
Dasselbe Wort muss nicht zum selben Ergebnis führen
Sie bitten einen Kollegen um eine kurze Übersicht der Aufträge. Sie erwarten eine Liste der verspäteten Aufträge, er erstellt die Gesamtzahlen für den Monat. Beide gehen nach unterschiedlichen Vorstellungen davon aus, ob der Auftrag erfüllt wurde. Weder das Wort „kurz“ noch ein Nicken bei der Übergabe hat geklärt, wie das Ergebnis aussehen soll.
Präzisieren Sie Zweck und Form des Ergebnisses: „Ich muss morgen früh über die Kapazitäten entscheiden. Eine Liste der verspäteten Aufträge mit Grund und vorgeschlagenem nächsten Schritt reicht.“ Prüfen Sie dann, ob Sie dieselbe Vorstellung haben: „Lass uns durchgehen, was in die Übersicht kommt, damit ich weiß, ob ich den Auftrag verständlich erklärt habe.“ Dabei geht es um Ihre gemeinsame Vereinbarung, nicht darum, die Intelligenz Ihres Kollegen zu bewerten.
Wenn es ein Missverständnis gibt, klären Sie den konkreten Unterschied. Wenn Ihr Kollege ein anderes Ergebnis verstanden hat, hilft es nicht, den ursprünglichen Satz einfach lauter zu wiederholen. Zeigen Sie ein Beispiel für einen Eintrag oder erklären Sie einen unklaren Begriff. Prüfen Sie auch, ob die Aufgabe machbar ist: Einen Auftrag zu verstehen und Zeit zu haben, ihn zu erledigen, sind zwei verschiedene Dinge. Eine klare Erklärung schafft nicht automatisch freie Kapazitäten.
Auch in der Familie können Wörter wie aufgeräumt, pünktlich oder helfen Unterschiedliches bedeuten. Vereinbaren Sie je nach Situation und den Möglichkeiten der Person konkret, was gemeint ist. Bei einer alltäglichen Kleinigkeit braucht es kein formelles Kontrollgespräch. Klären Sie genauer, was gemeint ist, wenn ein Missverständnis zu erheblichem Zeitverlust, doppelter Arbeit oder einer wichtigen nicht eingehaltenen Verpflichtung führen könnte.